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Wissen Liquiditätsmanagement: Forderungsspiegel mit Altersstruktur

Jörg Olvermann
Ein wichtiger Parameter im Liquiditätsmanagement ist der Umgang mit offenen Forderungen, also mit Rechnungen, die bereits an Kunden gestellt, aber noch nicht bezahlt wurden. Für die Planung des Cashflows sind sie wichtig, weil offene Forderungen einerseits zukünftige Einzahlungen bedeuten, andererseits aber das Risiko besteht, dass ein Kunde überhaupt nicht bezahlt. Wie lassen sie sich in eine treffsichere Liquiditätsplanung integrieren?

Wozu dient ein Forderungsspiegel? 

Der Forderungsspiegel simuliert die Auswirkungen eines ganzen oder teilweisen Zahlungsausfalls von offenen Forderungen. Er zeigt letztlich, wie gut das Forderungsmanagement funktioniert und wo Verbesserungsbedarf besteht. Ziel ist es, eine hohe Kapitaleffizienz zu erreichen, indem alle offenen Forderungen zügig und vollständig bezahlt werden.

Beispiel: Firma Müller legt einen Forderungsspiegel an

Die Geschäftsleitung der Firma Müller hat viele offene Forderungen. Um das Ausfallrisiko und die Auswirkungen auf die Zahlungsfähgikeit zu berechnen, wird ein Forderungsspiegel angelegt. Wie legt man den Forderungsspiegel an?

  • Tabelle mit allen offenen Forderungen erstellen
  • Fälligkeit in Zahlungsintervalle (z. B. 30 Tage) gliedern.
  • Ausfallrisikio je Altersklasse definieren (alte Rechnungen haben ein höheres Ausfallrisiko als jüngere Rechnungen)

Wie groß das Ausfallrisiko in den jeweiligen Altersklassen der Forderungen sind, beruht auf Erfahrungs- und Berechnungswerten, die für jedes Unternehmen anders sein können.

Firma Müller legt fest:

  • ≤30 Tage fällig = 2% Ausfallrisiko
  • 30-60 Tagen fällig = 5% Ausfallrisiko
  • 60-90 Tage fällig = 10% Ausfallrisiko
  • ≥90 Tage fällig = 25% Ausfallrisiko
Der für das Liquiditätsmanagement zuständige Controller legt diesen Forderungsspiegel bei der Geschäftsführung vor:
forderungsspiegel-altersstruktur

Ergebnis: Der Forderungsspiegel macht deutlich, dass anstelle der kompletten Summe von 261.000 Euro aufgrund der Altersstruktur der Forderungen und der entsprechend zu erwartenden Ausfälle wahrscheinlich nur 233.150 Euro als Einzahlung zufließen werden. Die Forderungen werden schließlich in der Liquiditätsplanung mit Ihrem jeweiligen erwarteten eintreibbaren Wert angesetzt.

Bewertung: Der Forderungsspiegel mit Altersstruktur ist ein wertvolles Werkzeug für die Planung der Liquidität der Firma Müller. Denn anstatt die offenen Forderungen einfach zu addieren und zu glauben, dass die komplette Summe aller offenen Forderungen als Einzahlung zu verbuchen sein werden, bezieht der Forderungsspiegel das Ausfallrisiko mit ein. Damit steigt die Genauigkeit der Liquiditätsprognose.

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