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Praxis-Tipps für Liquiditätsplaner – Die 6 häufigsten Fehler

Jörg Olvermann
Ein guter Liquiditätsplan Liquiditätsplanist (überlebens)wichtig. Denn er macht die finanzielle Zukunft planbar und gibt Auskunft darüber, wie sich das Verhältnis von Ein- und Auszahlungen entwickelt. Lesen Sie hier die 6 häufigsten Fehler der Liquiditätsplanung und warum Sie in Zukunft auf Excel verzichten sollten.

Liquiditätsplan – diese 6 Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden!

1. Die Planung der Liquidität dem Steuerberater überlassen

Wer glaubt, dass der Steuerberater die Liquidität ihres Unternehmens planen kann, liegt falsch. Denn die Steuerberatung konzentriert sich auf den inhaltlich korrekten Jahresabschluss (also um die korrekte Aufstellung Ihrer Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung) – nicht aber um Ihren Cashflow! Der Liquiditätsplan zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit ist und bleibt die Aufgabe des Unternehmens selbst.

2. Die Liquiditätsreserve zu gering ansetzen

Dieser Fehler führt oft direkt in die Insolvenz. Denn Sie sollten immer genug Liquidität haben, um auch auf unvorhergesehene Auszahlungen vorbereitet zu sein. Dabei muss die Liquiditätsreserve ja nicht immer direkt als Guthaben vorliegen. Oft reicht es schon, im Rahmen der Planung Liquidität durch schnell verfügbare Kredite zu sichern.

3. Die Liquiditätsreserve zu hoch ansetzen

Kann eine Liquiditätsreserve zu hoch sein? Ja! Und zwar dann, wenn das Geld nur unproduktiv auf dem Konto liegt und nicht für sinnvolle Ausgaben und Investitionen eingesetzt wird. Denn nur wer fortlaufend in sein Unternehmen investiert, macht auch langfristig Gewinn!

4. Steuerliche Aspekte unberücksichtigt lassen

Plötzlich pleite trotz vollem Konto? Das geht, wenn Sie Post vom Finanzamt bekommen, weil Ihr Unternehmen von der so genannten Ist- auf die Soll-Besteuerung umgestellt wird. Das bedeutet: Sie müssen auf einen Schlag viel Geld für Steuervorauszahlungen locker machen. Deshalb sollten Sie den Liquiditätsplan immer mit Ihrem Steuerberater abstimmen und frühzeitig Rücklagen für Steuerzahlungen bilden.

5. Auf den Liquiditätsplan verzichten, weil das Unternehmen wächst

Ihrer Firma gehts richtig gut. Sie wächst und wächst. Deshalb können Sie auf einen Liquiditätsplan verzichten? Falsch! Denn wo viele Einzahlungen (z. B. durch wachsendes Kundengeschäft) zu verzeichnen sind, lauern meist auch auf der Seite der zahlungswirksamen Aufwendungen schnell Liquiditätsrisiken. Denn das Wachstum eines Unternehmens muss oft vorfinanziert werden. Sichern Sie das Wachstum Ihres Unternehmens deshalb mit einer fundierten Liquiditätsplanung ab.

6. Sich nur auf den Kontostand verlassen

Auf dem Bankkonto sehen Sie wie viel Geld Sie zur Verfügung haben. Aber das ist nur eine – unter Umständen trügerische – Momentaufnahme. Mit einem fundierten Liquiditätsplan planen Sie jedoch proaktiv die Zahlungsfähigkeit für die Zukunft. Diese Prognosen sind für die Planung Ihrer Geschäftstätigkeit wichtig. Denn Sie erkennen frühzeitig Risiken für Ihren Cashflow und können rechtzeitig Maßnahmen ergreifen, um Ihre Zahlungsfähigkeit zu sichern. Ein vorausschauende Liquiditätsplanung verschafft Ihnen also zusätzliche unternehmerische Handlungsspielräume und Möglichkeiten.

Liquiditätsrechner Excel & Co: Liquiditätsplan mit Vorlagen und Beispielen

Liquiditätsplanung - einfach Cashflow planen

Excel ist ein beliebtes Tool für die Planung. Und gibt im Internet viele Business Plan und Business Model Excel Vorlagen, die Liquiditätsrechner in Excel für einen Liquiditätsplan enthalten. Diese Excel Vorlagen beinhalten dann vorausgefüllte Tabellen, wobei die Kategorien der für den Liquiditätsplan wichtigen Daten bereits beschriftet sind. Dazu gehören Felder für den Bestand sowie Felder für die Einzahlungen und die Auszahlungen. Da ein Liquiditätsplan immer für eine bestimmte Zeitspanne fortgeschrieben werden muss, enthalten die Vorlagen auch bereits Spalten für die jeweiligen zeitlichen Perioden der Planung (z. B. einen Tag, Woche oder Monat).

Hier finden Sie ein Beispiel für einen Liquiditätsplan als Vorlage zum Herunterladen.

Welche Vorteile hat die Liquiditätsrechnung in Excel? Ehrlich gesagt: Nicht sehr viele.

Ein Vorteil ist aber, das Excel ein weit verbreitetes Werkzeug ist. Viele Unternehmen haben Excel oder ein vergleichbares Programm im Einsatz. Daher ist es auch naheliegend, die Liquiditätsplanung mit Excel vorzunehmen.

Welche Nachteile hat der Liquiditätsplan mit Excel?

Leider sehr viele!
Excel ist ein statisches Werkzeug, das immer per Hand mit Daten „gefüttert“ werden will. Schon daher ist das Ausfüllen der Excel-Tabellen zeitaufwändig und leider auch sehr fehlerbehaftet. Bereits ein Tippfehler kann da fatale Folgen für die Liquidität haben. Außerdem sieht man in Excel auch nicht, wer wann was geändert hat. Ein gemeinsames Arbeiten an der Liquiditätsplanung nur schwer möglich.

Excel ist unübersichtlich

Sobald man die Liquidität plant und für eine längere Periode erstellen möchte, werden die Tabellen sehr breit. Man verliert also schnell den Überblick, vor allem, wenn man seinen Liquiditätsplan nicht am großen Bildschirm vornehmen will, sondern nur einen kleineren Bildschirm an einem Laptop oder einem Tablet zur Verfügung hat.


Excel ist ungenau

Eine Liquiditätsplanung wird immer für eine bestimmte Periode (oft einen Monat) angelegt. Leider ist diese Zeitspanne aber für viele Unternehmen zu ungenau. Treten zum Beispiel Liquiditätsprobleme in der Mitte des Monats auf, werden diese von dem Liquiditätsplan nicht korrekt vorhergesagt.

 

Natürlich kann man die Liquiditätsplanung auch für einen kleineren Zeitraum anlegen – z. B. für jede Woche. Die wiederum erfordert einen erhöhten Arbeitsaufwand und es stellt sich die Frage, ob alle benötigten Daten für den Liquiditätsplaner auch wirklich wöchentlich vorliegen. Aufgrund des damit verbundenen Aufwandes kommt es in der Praxis höchst selten vor, dass ein Unternehmen seine Liquiditätsplanung wöchentlich anpasst!

Der größte Nachteil von Excel ist aber, dass der Funktionsumfang der Software einfach nicht ausreicht.

Ein Liquiditätsplan ist nämlich ein andauernder Prozess und nie abgeschlossen. So müssen die geplanten Soll-Werte für die Aus- und Einzahlungen in entsprechende Business-Aktivitäten umgesetzt und fortlaufend überprüft werden. Für diesen Ist-Soll Abgleich werden die Daten des Rechnungswesens bzw. der Buchhaltung und Banking herangezogen. Diese Daten in Excel aktuell zu halten ist aufwendig und fehlerbehaftet. 
Das Problem: Für eine fundierte Liquiditätsplanung müssen immer wieder die Planungsdaten durch die tatsächlichen Information aktualisiert werden, ohne jedoch die Informationen bezüglich der bisherigen Planungsqualität zu verwerfen. Auf dieser Basis kann die aktuelle Vorwärtsplanung erfolgen. Der Aufwand dafür ist aber sehr hoch und die Aussagen bzw. Verlässlichkeit einer so erstellten Liquiditätsplanung ist aufgrund der Fehleranfälligkeit gering. Spätestens nach der dritten Aktualisierung der Cashflow-Planung in Excel schleicht sich ein mulmiges Gefühl ein, wie verlässlich die Aussagen noch sind. Hat sich dieses Gefühl erst einmal breit gemacht kann man die Excel-Tabelle für die Liquiditätsplanung eigentlich vergessen.

Kurz gesagt, auch das beste ausgefeilteste Excel Template für die Liquiditätsplanung kommt im laufenden Geschäftsbetrieb sehr schnell an seine Grenzen.

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