Liquidität / Cashflow berechnen und planen

Was ist Liquidität

Unter Liquidität eines Unternehmens versteht man Geldmittel, die “flüssig” (lat. liquidus), also frei verfügbar sind. Dazu zählen zum Beispiel Guthaben auf Girokonten, Bargeld und kurzfristige Geldanlagen. Vermögen, das zum Beispiel in Gebäuden, Maschinen oder Lagerbeständen gebunden ist, zählt nicht dazu. Für die Liquidität spielt es hingegen keine Rolle, ob das Geld geliehen ist oder nicht. Ausgezahlte Kredite zählen deshalb zu den liquiden Mitteln.

Liquidität zeigt an, wie gut ein Unternehmen in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Diese Verpflichtungen heißen auch Verbindlichkeiten und bestehen zum Beispiel aus Löhnen, Gehältern, Lieferantenrechnungen und Miete.

Was ist Liquidität? Im Blog weiterlesen 

Video: Liquidität kurz und einfach erklärt

Was ist der Cashflow

Der Cashflow (wörtlich übersetzt “Geldfluss”)  beschreibt das Anwachsen oder Schrumpfen der verfügbaren Geldmittel in einem Unternehmen. Er errechnet sich, in dem man von ein Einzahlungen (Geldzufluss) in einer bestimmten Periode die Auszahlungen (Geldabfluss) subtrahiert.

Beispiel: Unternehmen x erhält im Monat y insgesamt 240.000 Euro an Einzahlungen und muss im selben Zeitraum 180.000 Euro Auszahlungen vornehmen. Der Cashflow beträgt für diesen Monat also +60.000 Euro.

Ein positiver Cashflow erhöht die Liquidität eines Unternehmens und damit den Geldbestand. Ein negativer Cashflow mindert Geldbestand und Liquidität.

Video: Cashflow kurz und einfach erklärt

Wie wichtig ist Liquidität für ein Unternehmen?

Die Liquidität ist für ein Unternehmen absolut überlebenswichtig. Denn die Liquidität gibt Auskunft darüber, ob ein Unternehmen zahlungsfähig ist oder nicht. Wenn ein Unternehmen nicht mehr genug flüssige Geldmittel (also Liquidität) hat, um laufende Zahlungen (z. B. für Miete, Löhne, Lieferantenrechnnungen) zu tätigen, dann droht die Zahlungsunfähigkeit. Dies wiederum führt in die Insolvenz. Ein Unternehmen kann dann kaum noch ordentlich geführt werden. Daher ist es immer wichtig, den so genannten Cashflow (also die Summe von Ein- und Auszahlungen) im Auge zu behalten. Bei einem positiven Cashflow steigt die Liquidität, ein negativer Cashflow sorgt hingegen für sinkende Geldbestände.

Wussten Sie, dass fast 80% aller Insolvenzen damit zu tun haben, dass Unternehmen Ihre Liquidität aus den Augen verlieren?

Auf die Zahlungsfähigkeit zu achten ist für ein Unternehmen sogar noch wichtiger, als Gewinn zu erwirtschaften. Ein großer Fehler ist es daher, wenn Firmen das Augenmerk zu sehr auf den Profit richten und weniger auf den Geldfluss. Der Profit wird mit der so genannten Gewinn- und Verlustrechnung berechnet und gibt Auskunft darüber, oben eine Firma mehr Umsätze und Erlöse erwirtschaftet als Kosten verursacht. Doch diese Fixierung auf den Profit lässt außer Acht, ob ein Unternehmen genug flüssige Geldmittel hat, oder nicht.

Wie berechnet man Liquidität?

Liquidität berechnet sich nach einem einfachen Grundsatz: Zum Anfangsgeldbestand werden alle eingehenden Einzahlungen einer bestimmten Zeitperiode (z. B. einem Monat) addiert und die Auszahlung davon subtrahiert. Am Ende dieser Rechnung steht dann ein neuer Geldbestand.Die Veränderung des Geldbestands durch die Geldzu- und abflüsse bezeichnet man als Cashflow.

Berechnung des Cashflow Statement

Grafik: Die Berechnung der Liquidität im so genannten Cashflow Statement

Zur Methoden der Liquiditätsberechnung verwendet man entweder die direkte oder die indirekte Methode.

Die direkte Methode der Liquiditätsberechnung

Für die direkte Methode der Liquiditätsermittlung werden alle zahlungswirksamen Erträge addiert und alle zahlungswirksamen Aufwendungen davon subtrahiert. Das bedeutet, dass hier von Anfang an nur die Aufwendungen und Erträge berücksichtigt werden, bei denen tatsächlich Geld geflossen ist. Als Ausgangsbasis für die Berechnung dienen oft Geldkonten oder Kassen, also jene Stellen im Unternehmen, an denen der Geldfluss lückenlos dokumentiert werden kann.

Die indirekte Methode der Liquiditätsberechnung

Bei dieser Methode wird die Liquidität auf Basis von anderen Daten – meist der Buchhaltung – errechnet. Die in der Buchhaltung als Einnahmen und Ausgaben gebuchten Positionen diesen als Ausgangsbasis. Davon werden dann alle Erträge subtrahiert, die nicht zahlungswirksam sind, sowie alle Aufwendungen addiert, die nicht zahlungswirksam sind. Durch diese Korrektur wird sichergestellt, dass nur solche Positionen in der Berechnung verbleiben, für die wirklich Geld geflossen ist – die also den Cashflow erhöht oder gemindert haben. So lässt sich die Veränderung der Liquidität berechnen.

Wie kann man Liquidität planen?

Für eine Liquiditätsplanung ist es zunächst nötig, die aktuelle Liquidität, also den Geldbestand zu ermitteln. Darüber hinaus ist es wichtig, die Höhe der tatsächlich angefallenen Auszahlungen und Einzahlungen der Vergangenheit zu kennen. Diese Aus- und Einzahlungen werden dann in den jeweiligen Kategorien für die kommenden Monate (z. B. Planungshorizont 6 oder 12 Monate) fortgeschrieben.

Darauf zu achten ist, sich nur auf zahlungswirksamen Positionen zu beschränken, also nur solche Aufwendungen und Erträge Monat für Monat fortzuschreiben, für die auch wirklich Geld fließt.

Zu den zahlungswirksamen Erträgen zählen:

  • Einzahlungen aus Umsätzen / Forderungen
  • Sonstige Einzahlungen
  • Desinvestitionen (also der Verkauf von Maschinen oder andern Investitionsgütern
  • Eigenkapitaleinlage
  • Kreditaufnahme

Zu den zahlungswirksamen Aufwendungen zählen:

  • Auszahlungen für Personal und Verbindlichkeiten
  • Auszahlungen für Material und Waren und Verbindlichkeiten
  • Sonstige Auszahlungen
  • Investitionen
  • Eigenkapitalentnahme
  • Kredittilgung

Außerdem muss man die Regelmäßigkeit der Zahlungen kennen, was bei manchen Positionen eher einfach (z.B. bei Miete und Löhnen), bei anderen aber nur ungefähr erfolgen kann (z. B. bei Einnahmen aus dem Projektgeschäft.

Die Fortschreibung erfolgt dann z. B. in tabellarischer Form (Vorlage hier).

Tipp: Belassen Sie es nicht bei einer einmaligen Planung. Aktualisieren Sie Ihre Tabelle Monat für Monat mit den echten Ein- und Auszahlungsdaten. Nur so lernen Sie Ihren Cashflow wirklich kennen. Wenn Ihnen das Hantieren zu unübersichtlich wird, nutzen Sie Software wie flowpilot. Hier ist es sehr viel einfacher, eine rollierende Liquiditätsplanung aufzustellen.

Wie hoch sollte der Cashflow sein?

Wie hoch die Liquidität idealerweise sein sollte, hängt von vom Geschäftsmodell und dem Art des Unternehmens ab. Grundsätzlich sollte immer genug Geld im Unternehmen vorhanden sein, um alle fälligen (also zur Zahlung anstehenden) Verbindlichkeiten zu begleichen. Reicht die Liquidität dazu nicht aus, spricht man von Unterliquidität. Unterliquidität muss kurzfristig durch die Beschaffung von verfügbarem Geld (z. B.  über eine Finanzierung) beseitigt werden, weil sonst die Zahlungsunfähigkeit droht.

Auch zu viel Liquidität ist nicht ideal. Denn Überliquidität liegt meinst unproduktiv auf dem Konto, bringt keine Zinsen und wird auch nicht gewinnbringend in de Zukunft investiert. Da immer mehr Banken Negativzinsen für Guthaben berechnen, kann Überliquidität sogar bares Geld kosten.

Beim Geschäftsmodell ist darauf zu achten, dass Unternehmen, die regelmäßig und planbar Einzahlungen erhalten (z. B. weil Sie ihre Dienstleistungen über ein Abo-Modell vertreiben) etwas weniger Liquiditätsreserven brauchen als Firmen, deren Einzahlungen stark schwanken (z. B. Saison-Betriebe oder Unternehmen, die stark von Einzelaufträgen abhängig sind.

Eine wichtige Kenngröße, die bei der Beurteilung des Cashflows hilft, ist auch die Berechnung der einzelnen Liquiditätsgrade

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Was sagt der Liquiditätsgrad aus?

Liquiditätsgrade dienen dazu festzustellen, ob sich die Liquidität eines Unternehmens in einem ausgewogenen Niveau bewegt. Vor allem für Geldgeber, Banken oder Investoren können die Liquiditätsgrade ein guter Indikator für die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens sein. Dabei unterscheidet man drei Grade von Liquidität, die aber alle auf der gleichen Grundberechnung beruhen:
Die kurzfristig liquiden Geldmittel werden den kurzfristig zu erwartenden Forderungen gegenübergestellt.

Ziel eines Unternehmens muss es immer sein, genug Mittel zu haben, um diese Forderungen zu bestreiten. Allerdings sollte auch nicht zu viel Liquidität “ungenutzt” zur Verfügung stehen. Die Liquiditätsgrade eignen sich, genau diese Ausgewogenheit zu berechnen.

Wie hoch sollte der Liquiditätsgrad 1 sein?

Die Liquidität 1. Grades sollte mindestens 20% betragen. Manchmal wird auch ein höherer Wert als ideal angesehen.

Formel für die Berechnung der Liquidität 1. Grades:

Formel: Liquidität 1. Grades

Was sagt die Liquidität 1. Grades aus?
Bei der Liquidität 1. Grades werden im Zähler jene Geldmittel einbezogen, die sofort zur Verfügung stehen (Geld auf Konten, Bargeld, sowie kurzfristige Geldanlagen oder Aktien.

 

Wie hoch sollte der Liquiditätsgrad 2 sein

Die Liquidität 1. Grades sollte zwischen 100 und 120%  betragen. Manchmal wird auch ein höherer Wert als ideal angesehen.

Formel für die Berechnung der Liquidität 2. Grades:

Formel: Liquidität 2. Grades

Was sagt die Liquidität 2. Grades aus?
Bei der Liquidität 2. Grades werden neben den liquiden Mitteln auch weitere Mittel wie Umlaufvermögen und kurzfristig zu realisierende Forderungen in den Zähler mit aufgenommen. Der Nenner besteht aus den kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Wie hoch sollte die Liquidität 3. Grades sein?

Die Liquidität 3. Grades sollte bei 200% liegen.

So wird sie berechnet:

Formel: Liquidität 3. Grades

Die Liquidität 3. Grades bezieht in den Zähler der Formel neben liquiden Mitteln und kurzfristige Forderungen auch noch Vorräte mit ein. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Lagerbestände, aus denen erst mittelfristig Einzahlungen zu erwarten sind. Da hier also der Begriff des zur Verfügung stehenden Vermögens sehr weit gefasst ist, ist der Wert für den 3. Liquiditätsgrad in der Regel immer am höchsten.

Wozu dient ein Forderungsspiegel?

Mit einem Forderungsspiegel kann ein Unternehmen seine Aussenstände (also seine offenen Forderungen) überwachen. Für die Planung des Cashflows ist das sehr wichtig, weil offene Forderungen einerseits zukünftige Einzahlungen bedeuten, andererseits aber das Risiko besteht, dass ein Kunde überhaupt nicht bezahlt. Ein Forderungspiegel mit Altersstruktur kann helfen, dieses Risiko besser abzuschätzen und die Auswirkungen des Zahlungsverzugs oder -ausfalls besser zu prognostizieren.

Anlegen eines Forderungsspiegels mit Alterstruktur

In einem Forderungsspiegel mit Altersstruktur werden alle offen Forderungen aufgelistet und nach ihrer Fälligkeit in 30-Tage-Schritten strukturiert. Jeder „Altersklasse“ wird dann ein geschätztes Ausfallrisiko zugeordnet und die zu erwartende Summe der Einzahlung entsprechend korrigiert.

Wie groß das Ausfallrisiko in den jeweiligen Altersklassen der Forderungen sind, beruht auf Erfahrungs- und Berechnungswerten, die für jedes Unternehmen anders sein können. So können Forderungen die weniger als 30 Tage fällig sind in einem Unternehmen nur zu 2% ausfallen, in einem anderen aber zu 5%.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Was ist der Cash Conversion Cylce (CCC)

Der Cash Conversion Cycle ( kurz CCC und auf deutsch „Geldumschlagsdauer”) gibt an, wie lange es für ein Unternehmen dauert, bis abgeflossene Liquidität dem Unternehmen wieder zufließt. Er ist eine wichtige Kennzahl, die Auskunft darüber gibt, wie effizient ein Unternehmen mit ihrem Geld umgeht. Das Ziel eines professionellen Liquiditätsmanagements wird es in der Regel sein, den Cash Conversion Cycle möglichst kurz zu halten.

Diese Werte muss man zur Berechnung der Geldumschlagsdauer kennen:

  • Die Kreditorenlaufzeit: Die Zeitspanne zwischen der Bereitstellung der Dienstleistung oder Lieferung der Ware durch den Lieferanten und der Bezahlung des Lieferanten.
  • Die Debitorenlaufzeit: Die Zeitspanne zwischen der Bereitstellung der Dienstleistung oder Auslieferung eines Produkts an den Kunden und dem Zeitpunkt der Einzahlung durch den Kunden.
  • Die Lagerdauer: Die Zeitspanne, wie lange eine gelieferte Ware im Lager liegt, bis sie an den Kunden geliefert/verkauft werden kann. Die Lagerdauer entfällt bei Dienstleistungsunternehmen natürlich.

Die Formel lautet dann:

CCC = Debitorenlaufzeit + Lagerdauer – Kreditorenlaufzeit

 

Illustration: Cash Conversion Cycle

Weitere Informationen finden Sie hier. 

Welche Cashflow-Arten gibt es?

Um zu verstehen, über welche Kanäle Geld in ein Unternehmen zu- und abfließt, unterscheidet man den Cashflow in drei Arten:

  • Operativer Cashflow: Alle Ein- und Auszahlungen, die das Unternehmen mit seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erzielt
  • Investment Cashflow: Geldzu und -abfluss durch Investorengelder, das Kaufen oder Verkaufen von Maschinen und anderen Investiotionsgütern
  • Finanz Cashflow: Einzahlung in Form von Krediten oder Finanzierungen, Auszahlungen in Form von Zins- und Tilgungszahlungen.

Infografik cash flow artenDie Unterscheidung ist sinnvoll, weil die drei Arten von Cashflow sehr unterschiedliche Aussagen für die Liquidität und damit die Zahlungsfähigkeit einer Firma zulassen und auch helfen können, über die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens Klarheit zu gewinnen.

Ein Unternehmen, das zum Beispiel wenig Zufluss aus dem operativen Geschäft hat, aber hohe Auszahlungen für Finanzierungen leisten muss, ist möglicherweise nicht sehr gesund.

Verfügt eine Firma mit hohen Einzahlungen aus dem operativen Cashflow hingegen über hohe Auszahlungen in Investitionen, könnte das bedeuten, das die Unternehmensführung die finanziellen Reserven frühzeitig in die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells investiert.

Was ist der Operative Cashflow

Der Operative Cash-Flow erfasst alle Einzahlungen und Auszahlungen eines Unternehmens, die sich aus dem operativen Geschäft, also der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ergeben. Bei einem Unternehmen, das zum Beispiel Schuhe verkauft, wären Einzahlungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit die Einnahmen durch den Schuhverkauf, und Auszahlungen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wäre das Bezahlen von Löhnen und dem Materialverkauf.

In Abgrenzung dazu werden Zahlungen im operativen Cashflow nicht erfasst, die zum Beispiel durch die Aufnahme von Krediten (siehe Finanz Cashflow) oder dem Verkauf von Investitionsgütern (siehe Investment Cashflow) zu Stande kommen.

Der Operative Cash-Flow ist ein guter Indikator für die Fähigkeit, aus eigener Kraft Investitionen tätigen zu können. Ist der Operative Cash-Flow positiv, fließen dem Unternehmen genug flüssige Mittel zu, um in die Zukunft der Firma zu investionen. Damit ist ein dauerhaft positiver Cashflow aus dem operativen Geschäft auch ein Zeichen dafür, dass ein Unternehmen wettbewerbsfähig ist. Bei einem negativen Operativen Cash-Flow hingegen fließt Liquidität ab. Umgangssprachlich sagt man dann auch, dass Geld verbrannt wird (Cash-Burn-Rate)

Was ist der Investment Cashflow

Der Investment Cashflow erfasst Ein- und Auszahlungen, die mit der Investitionstätigkeit eines Unternehmens zu tun hat. Das ist zum Beispiel der Kauf oder Verkauf von langfristigen Vermögensgegenständen, z. B. Sachanlagen, Finanzanlagen oder Geschäftsanteilen.

Während in der Gewinn- und Verlustrechnungen die Investments oft nur verzögert auftauchen, z. B. durch Abschreibungen über mehrere Jahre, wirkt sich der Geldzu- und abfluss direkt auf den Geldbestand aus und muss daher bei der Ermittlung der Gesamtliquidität berücksichtigt werden.

Was ist der Finanz Cashflow

Der Finanz Cashflow berechnet sich aus Ein- und Auszahlungen, die mit der Finanzierungstätigkeit eines Unternehmens zu tun haben. Dazu gehören einerseits Einzahlungen durch die Zuführung von Eigenkapital, sowie alle Formen von Krediten. Auf der Auszahlungsseite werden Geldentnahmen der Eigner und Gesellschafter sowie Zins und Tilgung für Finanzierungen miteinbezogen.

Finanzplanung und Bilanz

Was bedeutet Integrierte Finanzplanung

Die integrierten Finanzplanung betrachtet in einem geschlossen System allumfassend die Geschäftsvorfälle und Vorgänge in einem Unternehmen. Die Planungsfaktoren sind:

  • Cashflow / Liquidität
  • Bilanzveränderungen
  • Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung

Integrierte Finanzplanung - Planungsfaktoren

Die integrierte Finanzplanung verbindet die operative Planung mit strategischen Maßnahmen und bildet transparent das langfristige Zusammenspiel von Erfolgsrechnung, Bilanz- und Liquiditätsentwicklung ab. Dies ermöglicht ganzheitliche Bewertungen und Prognosen für die finanzielle Situation und Zukunft eines Unternehmens.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

 

Was sind Finanzregeln?

Finanzregeln (oder auch Finanzierungsregeln) dienen der Beurteilung von Unternehmen in Hinblick auf ihre Ausstattung mit Kapital. Mit Ihnen kann man Mindestanforderungen an die aus der Bilanz ersichtlichen Kapitalstruktur formulieren und anhand von mathematischen Formeln berechnen, wie es um die Ausstattung mit Eigenkapital, dem Verschuldungsgrad oder der Zahlungsfähigkeit bestellt ist. Dabei stellen die Regeln immer einen Ideal-Zustand dar, der in der Praxis oft von vielen Unternehmen nicht erreicht wird. Die Regeln sollten daher in der genauen Betrachtung von Branchen und individuellen Unternehmen angepasst werden.

Hier finden Sie weitere Informationen

Was ist die Goldene Bilanzregel?

Die Goldene Bilanzregel bezieht sich in der Bilanz eines Unternehmens auf den so genannten Deckungsgrad 1. Dieser berechnet das Verhältnis von Eigenkapital zu Anlagevermögen.
Die goldene Bilanzregel verlangt, dass in einer Firma das Anlagevermögen (Grundstücke, Gebäude, Maschinen etc.) durch Eigenkapital gedeckt sein sollte.

Formel Goldene Bilanzregel

Was ist die Goldene Finanzregel

Die goldene Finanzregel bezieht sich auf den so genannten Deckungsgrad III. Sie fordert, dass langfristig gebundenes Vermögen wie Grundstücke, Gebäude oder Maschinen durch langfristiges Kapital (dazu gehören Eigenkapital sowie langfristige Darlehen und Finanzierungen) gedeckt werden sollte. Kurzfristig gebundenes Kapital (z.B. der Kauf von Waren, die schnell wieder verkauft werden), kann dagegen auch kurzfristig finanziert werden. 

Grundgedanke der Goldenen Finanzregel ist, dass die Dauer der Kapitalbindung im Vermögen nicht länger sein sollten, als die Dauer der Kapitalüberlassung. Wenn nämlich zum Beispiel langfristige Anlagegüter nur durch kurzfristige Finanzierungen gedeckt wären, würde bei Fälligkeit der Finanzierung ein Liquiditätsengpass drohen. Denn es müsste schneller Geld zurück gezahlt werden, als durch das gebundene Kapital “flüssig” gemacht werden könnte.

 

Wenn diese Deckung nicht erreicht ist, droht sonst ein Engpass in der Zahlungsfähigkeit. 

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