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Digital Finance: Der CFO wird wichtiger denn je

Jörg Olvermann
Online-Shops, digitale Angebote, Internet of Things - in der Vergangenheit standen in Unternehmen oftmals die Geschäftsbereiche an der Schnittstelle zum Kunden im Mittelpunkt der Digitalisierung. Doch jetzt hält sie mit „Digital Finance“ auch massiv in den Finanzfunktionen Einzug - und verändert die Arbeit von CFOs und Finanzverantwortlichen erheblich.

In jedem Unternehmen fallen eine Menge Daten an. Informationen über Kundenbeziehungen, Transaktions- und Zahlungsdaten, sowie Finanzkennzahlen sind ein neuer Rohstoff, der als Big Data zum Treiber neuer Business Intelligence Lösungen wird. Je besser und smarter die neuen IT-Lösungen lernen, mit diesen Daten umzugehen, umso mehr werden sie auch die Arbeitsweise von Controllern, CFOs und Finanzentscheider*innen verändern.

Finance heute: Nach wie vor viel Handarbeit

Einen Großteil ihrer Zeit verbringen CFOs und ihre Abteilungen heute mit dem Sammeln und Validieren von Daten. Das Problem: Die Digitalisierung führt hier oft zu lästigen Mehraufwänden, solange die IT-Systeme untereinander nicht kompatibel sind und Daten aus verschiedenen Quellen per Copy und Paste zusammengetragen werden müssen.

Finance morgen: Intelligente Algorithmen statt Excel-Tabellen

Digital Finance wird seine Vorteile voll entfalten, wenn die Software (endlich) ohne manuellen Aufwand Daten sammeln und verarbeiten kann. Mit Hilfe von Machine Learning Prozessen können dann beliebig komplexe Datenmengen analysiert werden. Die Künstliche Intelligenz berechnet daraus belastbare Predictive Analystics, die eine hochwertige Diskussionsgrundlage für Finanzentscheidungen bilden. 

Wie verändert Digital Finance die Arbeitswelt des CFO?

Selbst lernende Systeme werden in Zukunft viele Aufgaben übernehmen, die heute noch Wo*men-Power erfordern. Dadurch, so schätzt zum Beispiel das Beratungshaus Deloitte, werden sich die Finanzkosten in globalen Unternehmen von 1% auf 0,5% vom Umsatz reduzieren. Doch der damit einhergehende Arbeitsplatzabbau ist nur auf den ersten Blick eine schlechte Nachricht. Denn die Aufgaben der CFOs werden anspruchsvoller und komplexer.

So arbeiten CFOs im Zeitalter der Digital Finance

  • Da die Datenaufbereitung und -analyse automatisiert wird, verlagert sich der Fokus auf strategische Aspekte. Die richtige Interpretation der Predictive Analytics und das Ausarbeiten von Finanz-Szenarien für die Zukunft werden wichtiger, als die Pflege unübersichtlicher Tabellen und Grafiken.

  • Der CFO übernimmt im Zeitalter von Digital Finance neue Funktion. So erstellt er/sie zukünftig das Anforderungsprofil für Business Intelligence Anwendungen und testet und implementiert die neuen digitalen Services im Unternehmen.

  • CFOs werden komplexere und (noch) relevantere Funktionen übernehmen. An die Stelle von sich wiederholenden Alltagsaufgaben treten die Herausforderungen eines kreativen Story-Tellers, der die komplexen Analysen der Digital Finance in anschauliche Handlungsempfehlungen übersetzt. 

Digital Finance: Auch im Mittelstand machbar?

Im Mittelstand sind Finanz-Abteilungen viel kleiner als in den großen Konzernen. Oftmals übernehmen sogar die Geschäftsführung bzw. die mit der Buchhaltung betrauten Personen die relevanten Finanzfunktionen. Die Hürden für die Einführung neuer Lösungen sind dementsprechend hoch. Kostenargumente und die Angst vor Risiken bei der Einführung neuer Software, kombiniert mit der Befürchtung, neue Tools nur unzureichend bedienen zu können, sind hier besonders ausgeprägt.

Für Digital Finance im Mittelstand gilt daher besonders:

  • Die Software muss schnell integrierbar sein und sich mit geringen Zeitaufwand an die Datenquellen anschließen lassen.
  • Die Bedienung muss leicht verständlich sein und darf keinen hohen laufenden Zeitaufwand erfordern.
  • Die Ergebnisse müssen anschaulich sein und zu klaren Handlungsanweisungen im Unternehmen führen.
  • Der Aufwand für Hardware, Updates, Lizenzhandling etc. muss möglichst klein sein. 

 

Fazit

Auch wenn Konzerne beim Thema Digital Finance vorangehen - für den Mittelstand wird das Thema immer wichtiger. Durch den Einsatz leicht gewichtiger aber gleichzeitig leistungsstarker Business Intelligence Tools (z. B. Software as a Service) können KMUs in absehbarer Zeit ein ähnlich professionelles Finanzwesen etablieren wie die Global Player. 

flowpilot Glossar

Digital Finance: Strategische Nutzung der Digitalisierung in den Finanzfunktionen eines Unternehmens

Big Data: Datenbestände, die so groß und komplex sind, dass sie sich mit herkömmlichen Methoden nur schwer erfassen und verarbeiten lassen.

Business Intelligence: Prozess zur Analyse, Aufbereitung und Präsentation von Daten, so dass Entscheider*innen im Unternehmen fundierte Geschäftsentscheidungen treffen können.
Predictive Analytics: Auf Basis von Datenmodellen werden vorhandene Daten so interpretiert, dass Vorhersagen über eine wahrscheinliche zukünftige Entwicklung getroffen werden kann.

Machine Learning: Teilgebiet der KI/AI (Künstliche Intelligenz/ Artificial Intelligence). Mithilfe des maschinellen Lernens lernen IT-Systeme in Bestandsdaten Gesetzmäßigkeiten und Muster zu erkennen und daraus “Lösungen” zu entwickeln. So kann neues, “künstliches” Wissen generiert und angewendet werden.
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