Liquiditätsplan Corona: 7 Tipps Liquidität zu planen in Zeiten der Pandemie

By March 21, 2020 August 28th, 2020 flowpilot Liquiditätsplaner
Liquiditätsplan corona

Update 4. Juni 2020: Wie das Konjunkturpaket der Bundesregierung Ihren Cashflow stabilisiert

Mehrwertsteuer
Vom 1.Juli bis 31.Dezember 2020 sinkt der Mehrwertsteuersatz von 19% auf 16%. Der ermäßigte Satz sinkt von sieben auf fünf Prozent. Unternehmen behalten also vom Brutto-Preis ihrer Waren mehr übrig, können aber auch die Umsatzsteuer-Vorauszahlungen senken.

Stromkosten
Die EEG-Umlage wird gesenkt. Sie liegt 2021 bei 6,5 und im Jahr 2022 bei 6,0 Cent pro Kilowattstunde.

Sozialversicherungsbeiträge
Die Sozialversicherungsbeiträge werden bei 40% stabilisiert. Der Arbeitgeberanteil kann damit bis 2021 nicht über 20% steigen.

Bereits im April wurde beschlossen:

Vereinfachte Verlustrechnung
Um Unternehmen in der Corona-Krise mit mehr Liquidität auszustatten, können Firmen jetzt die geschätzten Verluste im Jahr 2020 mit bist zu 15% des Gewinns aus dem letzten Jahr verrechnen. Damit sinkt die Steuerlast und die Unternehmen können mit höheren Erstattungen rechnen.

Senkung der Umsatzsteuer für Gastronomen
Vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021 werden wird nur noch der ermäßigte Steuersatz fällig. Kombiniert mit der im Juni beschlossenen Absenkung werden also bis Ende des Jahres statt 19 nur noch fünf Prozent fällig!

Weitere bereits im April 2020 beschlossene Maßnahmen betreffen das Kurzarbeiter und -arbeitslosengeld sowie die Verbesserung von Wirtschaftshilfen und die Ausstattung von Schulen.

So kommen Sie durch die Krise : Liquiditätsplan für Corona!

7 Tipps, wie Sie Ihre Liquidität erhalten und eine Insolvenz vermeiden können.

Schnell Liquidität optimieren in Zeiten von Corona

1. Kurzarbeitergeld beantragen

Kurzarbeit macht es Unternehmen aus allen Branchen möglich, Phasen mit mangelnder Arbeitsauslastung zu überbrücken. Dazu gehört auch die aktuelle Situation, in der plötzlich Aufträge oder Umsätze wegbrechen. Der Lohnkostenzuschuss und die Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge erfolgt bereits, wenn zehn Prozent der Belegschaft vom Arbeitsausfall betroffen sind. Kurzarbeitergeld aufgrund der Corona-Krise kann bereits jetzt beantragt werden und wird rückwirkend zum 1.März 2020 ausgezahlt. 

2. Förderprogramme und Kredite in Anspruch nehmen

Bundes- und Landesregierungen sind fest entschlossen, allen Unternehmen, die jetzt Liquiditätsengpässe haben schnell und wirksam zu helfen. Doch die Anzahl und die Ausprägung der Liquiditätshilfen können je nach Branche und Bundesland variieren.

  • Hier gibt es einen Überblick über die Hilfen der einzelnen Bundesländer 
  • Auch die Beraterinnen und Berater Ihrer Hausbank können Ihnen jetzt helfen, jetzt die richtige Finanzierungsform zu finden.
  • Wie neben etablierten Unternehmen auch Startups an staatliche Hilfen kommen, hat das Portal GRÜNDERSZENE hier zusammengefasst

3. Steuerschulden und -vorauszahlungen stunden lassen

Die Finanzämter sind angewiesen, Steuerschulden zinsfrei zu stunden. Stellen Sie möglichst bald einen entsprechenden Antrag. Reden Sie auch mit Ihrem Steuerberater. Wenn jetzt schon abzusehen ist, dass Ihr Jahresergebnis unter Corona leidet, können Sie Steuer-Vorauszahlungen absenken und so ihren Cashflow verbessern.

Informationen zu den steuerlichen Erleichterungen hat das Portal fuer-gruender.de zusammengestellt.

4. Neue Regeln im Falle eines Insolvenzantrags nutzen

Die Regel, innerhalb von drei Wochen Insolvenz zu beantragen wird ausgesetzt. Firmen, die wegen Corona in Zahlungsschwierigkeiten geraten, kommen bis Ende September um einen Insolvenzantrag herum. Damit sollen Unternehmen mehr Zeit erhalten, Liquiditätshilfen zu beantragen. Viele Firmen werden so die Chance haben, eine endgültige Insolvenz zu vermeiden.

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5. Offene Forderungen und Fälligkeiten managen

Verschaffen Sie sich so schnell wie möglich einen Überblick, wie Ihre Liquidität sich in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird. Eine genaue Analyse Ihrer offenen Forderungen und Verbindlichkeiten und entsprechende Maßnahmen können helfen, den Cashflow oben zu halten. Hier haben wir einige Tipps und Hinweise zusammengestellt.

Gehen Sie jetzt aktiv auf Kunden, Lieferanten, Vermieter, Geschäftspartner und Mitarbeiter zu. Oft lassen sich so ganz unkompliziert Regelungen treffen, die Ihnen finanziell Luft verschaffen.

6. Geschäftsmodell Pandemie fähig machen

Trotz aller Negativ-Schlagzeilen verzeichnen verschiedene Branchen momentan Riesenzuwächse -und zwar nicht nur die Händler von Toilettenpapier 😉

Jedes Unternehmen, dem es gelingt einen Teil seines Business digital und ohne direkten Kundenkontakt machen kann sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen. Und in Puncto Cashflowoptimierung ist da jetzt besondere Kreativität gefragt, z. B. indem

  • … persönliche Termine, Kontakte  oder Veranstaltungen auf virtuelle Kommunikationskanäle umgeleitet werden.
  • … Sie intelligente Lieferservices oder Online-Bestellmöglichkeiten anbieten, um eine Ladenschließung abzufedern.
  • … Sie entgangenen Umsatz durch den Verkauf von Gutscheinen für die Zeit nach Corona ausgleichen.

7. Professionelle Tools und Software für die Liquiditätsplanung nutzen

Um die Zahlungsfähigkeiten in diesen Zeiten durchdacht zu analysieren und zu planen reichen Excel-Tabellen nicht aus. Nutzen Sie smarte Tools wie flowpilot, um Ihren Cashflow zu managen. flowpilot arbeitet dabei ganz bequem mit den Daten Ihrer aktuellen Buchhaltung. Auf Basis des Ist-Zustands können Sie dann einfach Szenarien für die Liquidität in die Zukunft planen und so die Auswirkungen von Corona und der ergriffenen Gegenmaßnahmen anschaulich durchspielen. Vereinbaren Sie am besten jetzt gleich einen Termin für eine unverbindliche und kostenlose Demo

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