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Germania: Das lernen Sie für Ihre Liquiditätsplanung

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Das Jahr 2019 begann für den europäischen Luftverkehr mit schlechten Nachrichten und neben Germania musste kürzlich nun die britische Gesellschaft Flybmi Insolvenz anmelden. Auch wenn sich die Hintergründe in beiden Fälle unterscheiden, eins haben Insolvenzen immer gemeinsam: Die Zahlungsunfähigkeit. Was sich viele aber zurecht fragen: Geht einem insolventen Unternehmen eigentlich über Nacht das Geld aus? Oder gibt es schon früher Anzeichen, die auf die drohende Pleite hinweisen?

In diesem Artikel wollen wir kurz über die Gründe der Germania-Insolvenz sprechen und zeigen, welche Dinge jedes Unternehmen daraus für die eigene Liquiditätsplanung lernen kann.

Die Gründe für die Germania-Insolvenz

Das schwache finanzielle Grundgerüst
Germania befand sich wirtschaftlich schon seit einigen Jahren in schwierigem Fahrwasser. Seit 2012 wiesen die Bilanzen hohe Verluste aus. Die Verbindlichkeiten stiegen. Beide Faktoren sind ein Indikator dafür, dass es bald zu Zahlungsschwierigkeiten kommen kann, wenn kein frisches Geld mehr nachfließt.

Fehler auf der Kosten- und Auszahlungsseite
Germania musste im Jahr 2018 deutlich mehr Auszahlungen leisten als geplant. Das lag am gestiegenen Kerosinpreis und dem gleichzeitig steigenden Dollarkurs. Offenbar gelang es Germania nicht, sich gegen Wechselkursrisiken abzusichern. Außerdem stiegen die Kosten für die Flugzeuge, weil Germania günstige eigene Flugzeuge gegen Leihmaschinen getauscht hatte. Für diese waren laufend hohe Mietzahlungen fällig.

Pech auf der Einzahlungsseite
Wenn zu wenig Geld aufs Konto kommt, wird’s eng. Diese einfache Tatsache traf Germania im Jahr 2018 mit voller Wucht. Denn durch den heißen Sommer bei uns flogen weniger Spontan-Urlauber als sonst in die Mittelmeerregion. Außerdem haben sich die Buchungszahlen nach der Air Berlin – Pleite nicht so positiv entwickelt, wie zunächst vermutet. Die Konkurrenz der anderen Billig-Flieger war einfach zu groß.

… und was wir daraus lernen können

Beachten Sie Risiken im eigenen Business-Modell!
Jedes Geschäftsmodell birgt spezifische Risiken. In der Tourismus-Branche sind es in der Regel saisonale Schwankungen, wie das Wetter oder die Urlaubsplanung der Kunden. So ist für die Liquidität von Fluggesellschaften traditionell der Spätsommer eine schwierige Zeit. Zwar sprudeln in der Hochsaison noch die Umsätze. Doch das Betriebskapital schwindet. „Es kommt deutlich weniger Geld durch neue Buchungen rein als wir im Betrieb ausgeben“, beschreibt ein Insider diese Mechanik, die sich negativ auf den Cashflow auswirkt. Auch in anderen Branchen wie E-Commerce, Agenturen und Berater oder Start-Ups lauern individuelle Risiken, die man als Unternehmen besser kennen sollte.

Managen Sie Ihre Kosten und Auszahlungen aktiv!
Wer Fremdwährungsrisiken eingehen muss oder auf Rohstoffe angewiesen ist, deren Preise stark schwanken können, sollte immer darauf vorbereitet sein, dass es spontan zu erhöhten Auszahlungen kommt. Ein aktives Monitoring und eine gute Szenarienplanung helfen, die Ausszahlungsseite aktiv zu managen

Optimieren Sie die Einzahlungsseite!
Aus Sicht der Liquiditätsplanung können wir natürlich nicht direkt die Einzahlungen erhöhen. Aber es gibt Möglichkeiten, die Einzahlungsseite zu verbessern, zum Beispiel, indem man Zahlungsziele für Kunden verkürzt, mit Skonti den Geldzufluss beschleunigt oder bestimmte Leistungen nur gegen Vorkasse erbringt. Alle diese Maßnahmen verkürzen auch den so genannten Cash Conversion Cycle (CCC). Diese Messgröße ist für die Liquiditätsplanung sehr hilfreich, denn sie zeigt an, wie lange es für ein Unternehmen dauert, aus einer Auszahlung wieder eine Einzahlung zu machen.

Nutzen Sie Werkzeuge für die Liquiditätsplanung!
Um Zahlungsschwierigkeiten zu vermeiden, sollten Sie Ihren Cashflow immer im Griff behalten und großen Wert auf eine aktive Liquiditätsplanung legen. Mit Excel-Tabellen ist das mühsam und fehlerhaft. Software-Tools wie flowpilot hingegen ermöglichen die Analyse des Cashflows mit wenigen Klicks. Außerdem können Sie mit flowpilot bis zu 12 Monate im Voraus planen, wie sich Ihre Zahlungsfähigkeit entwickeln wird. So erkennen Sie Risiken frühzeitig!

Führen Sie eine integrierte Finanzplanung ein!
Mehr noch als der reine Blick auf die Liquidität hilft Ihnen die so genannte Integrierte Finanzplanung dabei, Ihr Unternehmen finanziell gesund zu halten. Denn neben dem reinen Cashflow berücksichtigt die Integrierte Finanzplanung auch Zahlen aus der Gewinn- und Verlustrechnung sowie aus der Bilanz. So lassen sich nicht nur ganzheitlichere Aussagen (z. B. über die Gewinnerwartung) treffen, sondern auch viel frühzeitiger Risiken (die sich z.B. aus der Bilanz ergeben) ausschalten. flowpilot ist übrigens auch hier das Software-Tool erster Wahl!

Germania: Schlechte Liquiditätsplanung sorgt für Probleme

plane on an airport

Germania: Ein gutes Beispiel für schlechte Liquiditätsplanung

Die wirtschaftlichen Probleme beim Ferienflieger Germania sind ein trauriges Beispiel für mangelnde Liquiditätsplanung. Denn die Airline gibt Wechselkursschwankungen, steigende Kerosinpreise und unerwartet hohe Flottenkosten als Gründe für die aktuellen Zahlungsschwierigkeiten an. Offenbar erst in letzter Sekunde bemüht sich Germania jetzt um die kurzfristige Erhöhung der Liquidität.

Zugegeben: Die realistische Planung des Cashflows ist in der globalisierten Wirtschaft keine leichte Aufgabe. Doch mit den richtigen Werkzeugen lassen sich frühzeitig ganz unterschiedliche Cashflow Szenarien durchspielen und Vorkehrungen für den Worst Case treffen.

Mit unserer Software flowpilot wird Liquiditätsplanung ganz einfach. flowpilot stellt die historische Cashflow-Entwicklung in übersichtlichen Diagrammen dar und ermöglicht fundierte Liquiditätsprognosen für bis zu 12 Monate im Voraus! Risiken für den Cashflow lassen sich so schnell erkennen und ausschalten.

Wir drücken Germania die Daumen, die Zahlungsunfähigkeit abwenden und den Flugbetrieb aufrecht erhalten zu können!

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Liquidität gegen schwankende Wechselkurse absichern

Finger auf Smarphone. Im Hintergrund: Ein Währungsdiagramm

In der globalisierten Welt spielt der Handel mit dem Ausland eine zunehmende Rolle. Während es innerhalb des Euroraums keine Wechselkursschwankungen mehr gibt, birgt der Handel mit Ländern außerhalb des Euro nach wie vor große Herausforderungen – vor allem für die Liquiditätsplanung. Liquidtätsrisiken durch Wechselkursschwankungen stellen hier ein Problem dar.

Unser (fiktives) Praxis-Beispiel: Holz aus Kanada – Tische für Ankara

Die Firma Wohntraum hat sich auf hochwertige Holztische spezialisiert. Sie bestehen aus kanadischem Zedernholz, das die Einkäufer der Firma jedes Jahr direkt aus Kanada beziehen. Hergestellt werden die Tische dann in einer modernen Tischlerei in Deutschland.

Die fertigen Holztische erfreuen sich vor allem im Ausland großer Beliebtheit. Dem Geschäftsführer der Firma Wohntraum gelang gerade ein Deal mit einer türkischen Einrichtungskette. Der dortige Geschäftspartner ist bereit, 500 Tische für seine Läden im Großraum Ankara zu bestellen.

Aus Sicht der Liquiditätsplanung bergen die Handelsbeziehungen zwischen der Firma in Deutschland, den kanadischen Holzhändlern und den türkischen Abnehmern zwei große Fremdwährungsrisiken. Diese Liquidtätsrisiken durch Wechselkursschwankungen müssen beobachtet und aktiv gemanaged werden.

1. Das Liquiditätsrisiko auf der Auszahlungsseite

Die Vorgespräche mit den kanadischen Holzhändlern laufen gut. Die Händler sind bereit, nach dem Ende der Abholzsaison beste kanadische Zeder im Wert von 500.000 kanadischen Dollar an die Firma Wohntraum zu liefern. Das Problem: Der Kaufvertrag wird zeitnah geschlossen. Erst in sechs Monaten, wenn die Produkte geliefert wurden, wird in kanadischen Dollar bezahlt.

Die Firma Wohntraum ist es aufgrund des Wechselkursrisikos also nicht möglich, genau planen, wie viel Euro sie letztendlich für die Holzlieferung bezahlen. Und da die Firma die Materialkosten nicht kennt, fällt es schwer, einen Lieferpreis für die Holztische zu kalkulieren.

2. Das Liquiditätsrisiko auf der Einzahlungsseite

Der Deal mit der türkischen Möbelkette klingt vielversprechend. Die Einrichtungskette ist bereit, alle 500 Tische abzunehmen, wenn der Preis feststeht – und zwar in türkischen Lira. Wohntraum liefert erst in acht Monaten und wird zu diesem Zeitpunkt bezahlt.

Das Risiko auf der Einzahlungsseite für die Firma Wohntraum ist immens. Die türkische Lira verlor in den vergangenen Monaten stark an Wert. Wenn sich der Trend zur Währungsschwäche fortsetzt, stehen am Ende des Geschäfts für die Firma Wohntraum wesentlich weniger Einnahmen als jetzt kalkuliert. Im schlimmsten Falle decken die Erlöse in Euro nicht einmal mehr die Herstellungskosten.

Fazit:

Der Handel in Fremdwährungen ist riskant, weil Wechselkursschwankungen auf der Aus- und auf der Einzahlungsseite die Liquidität bedrohen können!

 

Unser Tipp: Smarte Angebote wie Forexfix für Fremdwährungszahlungen nutzen

Wie bei vielen anderen Finanzdienstleistungen etablieren sich inzwischen neben den traditionellen Banken neue, innovative Anbieter, deren Angebote genauso professionell, aber deutlich günstiger sind.

Ein Beispiel ist das Unternehmen Forexfix. Forexfix hat sich auf Auslandszahlungen und auf das so genannte Hedging – also das Absichern von Währungsrisiken – spezialisiert. Dank Forexfix legt die Firma Wohntraum schon heute einen festen Wechselkurs für Zahlungen bis zu zwölf Monate im Voraus fest, und das zu deutlich günstigeren Provisionen als die großen Banken. Im Gegensatz zu großen Geldhäusern arbeitet Forexfix mit einem schlanken Experten-Team und wickelt die Zahlung über den Londoner Dienstleister Currencycloud ab. Dadurch entsteht ein Kostenvorteil, den Forexfix an seine Kunden weitergibt – zur Freude der Firma Wohntraum, die das Geschäft mit den Holztischen endlich günstig und zuverlässig absichert.

Liquidtätsrisiken durch Wechselkursschwankungen hat das Unternehmen damit kostengünstig ausgeschaltet.

Mehr Informationen auf forexfix.de